Miss Universum – Wusstest Du…?

Die schönsten Frauen der Welt – NEIN – des gesamten Universums kamen bisher immer von der Erde. Manchmal möchte man meinen, Mars oder noch weiter entfernt gelegene Planeten wären eher die Heimatorte einiger Teilnehmerinnen. Auch wenn dem so nicht ist (zumindest nicht offiziell), gibt es bei der Miss Universe Wahl kuriose Fakten, die ein Mann unbedingt einmal gelesen haben sollte. Stammtischpöbelpotential!

Eine Miss USA erhält $100.000 USDollar Prämie auf gutes Aussehen und das ehrlich wirkendste Wiederholen des Satzes „Gott schütze Amerika“. Eine Miss Universum bekommt lediglich €1.117,67 Euro im Monat, für zahlreiche Auftritte auf Paraden, Charityveranstaltungen und Millionärsgalas, bis nach 12 Monaten schließlich eine neue Kandidatin gekrönt wird. Achja und Mitveranstalter Donald Trump lässt sie zusammen mit den Gewinnerinnen der Schönheitswettbewerbe Miss USA und Miss Teen USA bei sich im Trump Tower wohnen.

Donald Trump mit 4 Schönheitsköniginnen

Sie teilten sich ein Zimmer im Trump Tower New York: Rachel Smith, Katie Blair und Riyo Mori.
In der Mitte Donald Trump und ganz rechts Tara Conner (Miss USA 2006). Bild via NYTimes

 

Bemerkenswerte Fakten zur Miss Universum Wahl

Jenna Talackova

Jenna „Walter“ Talackova

2012 nahm Walter an der Vorentscheidung in Kanada teil, der Miss Universe Canada. Das links ist Walter. Genauer gesagt zeigt das Foto das eigentliche Ich von der im falschen Körper geborenen Frau Jenna Talackova, der es möglich war, ihr Leben nach zahlreichen Operationen noch einmal von vorn zu beginnen und dabei keine schlechte Figur zu machen. Nach einer Klage gegen die Organisisation Beauties Of Canada (BOC) durfte sie doch an den Wahlen teilnehmen, obwohl sie gegen die Regel „eine natürlich geborene Frau“ zu sein verstieß und schaffte es in die Top 12. Immerhin 53 andere Frauen im Alter zwischen 18 und 27 hatten das in diesem Jahr nicht hinbekommen. (Bildquelle)

Bei den Wahlen zur Miss Universum gelten strenge Regeln, über den bisherigen und aktuellen Beziehungsstatus der Teilnehmerinnen. Es ist laut der offiziellen Webseite nicht gestattet, dass die Frauen:

  • verheiratet oder geschieden sind.
  • Kinder hatten oder haben, weder eigene, noch adoptierte.
  • während der Wettbewerbsphase und während der darauffolgenden 12 Monate in einer Beziehung sind.

Wie die kanadische Bloggerin Colleen Anderson ganz treffend meinte, handelt es sich bei der Miss Universe eigentlich um eine Trophy Wife, also eine weibliche Trophäe für ältere, reiche Männer. Diese würden sich nämlich keine kostspieligen Karten für diese ganzen Veranstaltungen holen, wenn sie dort nur verheiratete Mütter zu sehen bekämen. Schließlich sind Männer das romantische Geschlecht und von einer frei verfügbaren Schönheit lässt es sich in lauen Sommernächten viel fantasievoller träumen, als von einer vergebenen alten Multimutti mit Gebrauchsspuren. Da spielt wohl die Idee der Jungfräulichkeit mit. Die Gewinnerinnen können übrigens für beliebige Events engagiert werden…
anzügliches Grinsen

Elf Jahre lang sponsorte die Textilfirma „Catalina Swimsuits“ (ehemals „Pacific Knitting Mills“) die damals nahezu konkurrenzlosen Wettbewerbe der Miss America Wahlen, bis sich 1951 eine Gewinnerin weigerte, öffentlich in deren gestrickten Badeanzügen den lebendigen Werbeträger zu mimen. Weil die Serie Baywatch noch niemand erfunden hatte, führte die findige Firma fortan drei eigene Schönheitswettbewerbe ein, und zwar die Miss USA, die Miss Teen USA und natürlich die Miss Universe Pageants.

Fester Bestandteil der Frauenvorführveranstaltungen waren selbstverfreilich ausgedehnte Laufstegläufe in Bademoden. Bis heute ist das ein wichtiger Teil der Miss Universum Wahlen, neben dem auch sehr wichtigen Catwalk im Abendkleid. Spult das folgende Video zur Marke bei einer Stunde und 19 Minuten (01:19:00) vor. Dort stellen sich alle Teilnehmerinnen der Wahlen 2013 vor.

Gewonnen hat 2013 wieder eine Venezolanerin. Nur um einen einzigen Sieg übertroffen von den USA, wurde Venezuela am zweithäufigsten, nämlich sieben Mal, das Land mit der schönsten Frau im Universum. Die einzige Gewinnerin aus Deutschland war Marlene Schmidt im Jahre 1961. Sie wurde später B-Movie Schauspielerin und Produzentin, ja hätte sogar einmal fast für den Film „Die Stiefmutter“ einen Oscar bekommen. Den hätte ich der 2013 teilnehmenden Vertreterin Deutschlands Anne Julia Hagen jedenfalls nicht für ihr spezielles Kostüm verliehen.

Wie Ihr sicher alle wisst, werden Titel verliehen wie „Miss Congeniality“ (die Kandidatinnen stimmen selbst untereinander für eine besonders schlaue Mitbewerberin) oder „Miss Photogenic“ (Internetnutzer können ihren Liebling wählen). Im Zuge dieser Zusatzachievements wählt die Jury des Miss Universe Events unter allen teilnehmenden Schönheiten eine, die mit einem besonders gelungenen Kostüm ihres Heimatlandes aufwarten kann. Nunja, und heuer war das ein schwarz-rot-goldenes Chinakleid, das durch schwarze Handschuhe und die salutierende Haltung der Trägerin einen militärischen Beigeschmack bekam, den man gerade in Bezug auf Deutschland gerne hätte weglassen können. Aber immerhin war sie kein Transformers Optimus Prime…

Achja, à propos Transformers: Schaut Euch nachher mal die mechatronischen Transformerskostüme in meinem Post über Verkleidungen für Männer an!

Meinen großen Respekt verdient die Schwedin Alexandra Friberg aus der Nähe von Stockholm. Ich bewundere nicht nur, ihr Talent, 20 Meter tief tauchen zu können, ohne dass das Gehirn durch den Sauerstoffmangel ernsten Schaden nimmt (Guybrush Threepwood wäre ebenso beeindruckt), nein, sie kam auch noch verkleidet als eine Heldin meiner Kindheit: der magischmächtigen Zeichentrickserienkriegerin She-Ra (Schwester von He-Man)! <3

Wie beim Fußball, wo die Spieler wild hinundherwechseln aber dann für die Fans der jeweiligen Mannschaft fest zum Team gehören und idealisiert werden, so treten auch bei der Miss Universum Wahl jedes Jahr wieder Frauen für ein Land an, in dem sie bestenfalls die Staatsbürgerschaft haben. So ist die Miss Ecuador 2011 Claudia Schiess zum Beispiel halb Schweizerin und halb Deutsche, die Südkoreanerin So-Ra Jung eigentlich aus den USA, Miss Indonesia aus England und die Miss Australien Scherri-Lee Biggs aus Afrika.

Zudem sind viele der jungen Schönheiten schon einmal auf dem OP-Tisch namhafter Chirurgen gelegen, um natürliche Mängel, wie zu markante Wangenknochen oder zu schmale Lippen korrigieren zu lassen. Mir erschließt sich zwar der Sinn, Transsexuellen die Teilnahme zu erlauben, aber operierte Frauen zuzulassen lässt mich nur den Kopf schütteln. Im Grunde müsste man in diesen Fällen nicht den Frauen selbst einen Titel oder gar das begehrte Strasskrönchen verleihen, sondern den Beautyingeneuren, die eine Teilnahme durch Silikon und Plastiken überhaupt erst möglich gemacht haben. Für mich war es in dem Zusammenhang der vielen operierten Gesichter und des oberflächlichen Charakters dieser Misswahl schwer, zu entscheiden, ob ich den Artikel nicht auch kategoriesieren sollte unter: Alien, Modellbau und Geschenkideen für Männer. Wie steht Ihr dazu?

Benjamin könnte töten für zweifingerdicke, gut marmorierte Steaks und rauchige Grillsoßen, alte Amischlitten und einen Platz in der ersten Reihe bei der Bikinitrampolin-WM. Er schreibt bei Men's Choice über alles, was ihm an dieser Männerwelt so gefällt und legt dabei oft den Fokus auf Gadgets und Nerdiges.

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