Hallo, Welttag des Fernsehens!

Nur wichtige Tage, dieser Tage. Morgen Männer! Oder hallo. Heute ist nämlich Welt-Hallo-Tag, der World Hello Day. Menschen in über 180 Ländern haben heute die Aufgabe, mindestens 10 Leute mit „Hallo“ zu begrüßen. Da auch Telefone zählen, wird die NSA heute wohl den ein oder anderen Großrechner abfackeln sehen. Außerdem ist Welttag des Fernsehens.

Nach dem 4. großen Krieg des Nahostkonflikts (Jom-Kippur-Krieg) wollten Brian und Michael McCormack mit dem zwanghaften Begrüßen am von ihnen eingeführten Welt-Hallo-Tag die Leute dazu bringen, Konflikte verbal beizulegen, statt mit Gewalt auszufechten. Dass Hallo-Sagen auch manchmal in die Hose gehen kann und zu leichtem Unmut führt, zeigt dieses Video über misslungene Begrüßungen (failed handshakes).

Weltfernsehtag

Da doch lieber allen Peinlichkeiten aus dem Weg gehen und vor der Glotze hocken bleiben. Heute ist ja auch zum Glück der Welttag des Fernsehens. Fernsehen? Kennt Ihr das noch? Das ist das laute schrille stupide nicht interaktive Tonbildgemisch, das sich einschaltet, wenn man beim Glotzeanmachen nicht gleich den HDMI Eingang der XBOX wählt. Ja das, was Jugendliche zwischen 16 und 24 heutzutage seltener nutzen, als Videoplattformen wie YouTube. Gerade durch die Abwanderung der Massen vom guten alten Medium TV sind die im Rahmen des Weltfernsehtags jährlich stattfindenden Treffen führender Wirtschaftsbosse und studierter Experten, die sich auf diesen Treffen über die Zukunft des Fernsehens austauschen, wichtig. Am Fernsehen hängen Millionen Arbeitsplätze und werbetreibende Firmen, die ohne die Zuschauer in Teufelsküche kämen.

Wusstet Ihr, dass zum Beispiel im ZDF-Fernsehrat, also dem Kopf, der die Inhalte eines der größten deutschen Informationskanäle für Nachrichten und politische Meinungsbildung, fast 50% aller Plätze von Politikern besetzt werden? Werben & Verkaufen schreibt:

„Im ZDF-Fernsehrat sitzen Vertreter aller 16 Landesregierungen und drei Vertreter des Bundes; weitere Mitglieder werden von Parteien entsandt. Dazu kommen Vertreter von Kirchen, Verbänden und verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen. Nach der Rechnung der Antragsteller sind von den 77 Posten im ZDF-Fernsehrat – der unter anderem Programmrichtlinien aufstellt – mehr als 45 Prozent dem Staat zuzurechnen.“
(W&V, Abs.1, Satz 8-10)

Deshalb stellt das Bundesverfassungsgericht den Verantwortlichen gerade „einige Fragen“. 😉 Schließlich ist die Pressefreiheit ein Grundrecht und unter Umständen gefährdet, wenn die „Medienmacher“ zu einem großen Teil aus den Leuten bestehen, über die die Nachrichten vorurteilslos berichten sollen. Naja, für Nachrichten gibt es inzwischen genug Kommentar-Kanäle auf YouTube. In diesem Sinne: einen schönen Welttag des Fernsehens. Bis zum nächsten „Hallo!

Benjamin könnte töten für zweifingerdicke, gut marmorierte Steaks und rauchige Grillsoßen, alte Amischlitten und einen Platz in der ersten Reihe bei der Bikinitrampolin-WM. Er schreibt bei Men's Choice über alles, was ihm an dieser Männerwelt so gefällt und legt dabei oft den Fokus auf Gadgets und Nerdiges.

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