Skat spielen lernen mit Heiner Lauterbach

Morgen Männer! Ich bin zwar ein geborener Bayer, aber habe auch Wurzeln in Düsseldorf. Deshalb und weil gerade alle im Karnevalfieber sind, wollte ich mal kurz Skat spielen lernen. Und was entdecke ich da bei YouTube auf der Suche nach Lehrvideos? Den Heiner Lauterbach, wie er 2009 eine virtuelle Skatschule herausgebracht hat! (via Deutscher Skatverband)

Jetzt möchte ich Euch natürlich die Videos nicht vorenthalten. Und wem der Heiner nicht reicht, dem habe ich noch eine Anleitung anzubieten (teils geklaut bei skatweb.de ^^):

Grundlagen des Skat

Skat wird mit 3 Personen gespielt. Nehmen mehr Spieler teil, erhalten nur 3 Personen Karten; die übrigen Spieler setzen aus. Es spielt immer ein Spieler (Alleinspieler) gegen die übrigen 2 Mitspieler (Gegenspieler bzw. Gegenpartei). Von den 32 Skatkarten erhält jeder Spieler verdeckt 10 Karten, 2 Karten werden verdeckt in den „Skat“ gelegt. Den Skat erhält später der Alleinspieler und kann die Karten aus dem Skat gegen zwei seiner eigenen Karten tauschen, um sein Blatt zu verbessern.

Es gibt beim Skat drei Spielarten. Der Alleinspieler bestimmt, welches dieser Spiele gespielt wird:

  1. Farbspiel: Als Trumpf zählen die Buben sowie die Karten einer vom Alleinspieler bestimmten Farbe (Kreuz, Pik, Herz oder Karo).
  2. Grand: Nur die Buben zählen als Trumpf
  3. Null/Null ouvert: Im Gegensatz zu den vorgenannten Spielarten, in denen es darauf ankommt, möglichst viele Augen zu bekommen, darf der Alleinspieler hier keinen Stich bekommen.

Das Reizen beim Skat

Wer Alleinspieler bzw. Gegenspieler wird, wird beim sogenannten Reizen bestimmt. Der Maximalwert, den der Spieler nach den Skatregeln reizen kann, hängt davon ab, welche Buben er auf der Hand hat und welches Spiel er spielen möchte (Farbspiel, Grand oder Null). Zudem gibt es noch weitere Faktoren, mit denen der mögliche Reizwert erhöht werden kann:

  • Handspiel: der Alleinspieler nimmt den Skat nicht auf, kann sein Blatt also durch die Karten im Skat nicht verbessern
  • Schneider: Die Gegenspieler werden voraussichtlich weniger als 31 Augen bekommen
  • Schwarz: Die Gegenspieler werden voraussichtlich keinen Stich bekommen
  • Ouvert: Der Alleinspieler spielt mit offenen Karten

Wie hoch dann tatsächlich gereizt wird, ist abhängig davon, wie die Spieler ihre Chancen einschätzen, das Spiel zu gewinnen. Haben mehrere Spieler ein gutes Blatt, wird oft sehr hoch gereizt. Haben alle Spieler schlechte Karten mit geringen Gewinnaussichten, und keiner will spielen (niemand reizt), werden die Karten neu verteilt.

Das Spiel

Das Spiel selbst besteht aus 10 Runden (= Stiche), in denen jeder Spieler je 1 Karte legt. Das Spiel wird von dem Spieler eröffnet, der hinter dem Kartengeber sitzt. Bei den folgenden Stichen spielt dann jeweils derjenige vor, der den letzten Stich bekommen. hat.

Grundsätzlich herrscht Bedienzwang. Das bedeutet, Spieler 2 und 3 müssen eine Karte der Farbe dazulegen, die von Spieler 1 angespielt wurde. Nur, wer die angespielte Farbe nicht besitzt, darf entweder eine beliebige Karte einer anderen Farbe „abwerfen“ oder mit einem Trumpf „stechen“.

Den einzelnen Stich bekommt der Spieler, der die höchste Karte gelegt hat. Die höchste Karte ist:

  • wenn alle Spieler die angespielte Farbe „bedient“ haben: die Karte mit dem höchsten Wert (vom Ass bis zur 7)
  • „abgeworfene“ Karten einer anderen Farbe werden für die Zuteilung des Stiches nicht berücksichtigt
  • wenn ein Spieler mit einem Trumpf „sticht“, erhält dieser den Stich. Stechen 2 Spieler, geht der Stich an den Spieler mit dem höheren Trumpf

Von den insgesamt 120 Augen, die das Skatspiel enthält, benötigt der Alleinspieler 61 Augen für den Gewinn des Spiels. Bei Gleichstand – beide Parteien haben je 60 Augen – haben die Gegenspieler gewonnen.

Skat lernen

Skat ist ein klein wenig komplizierter als Candy Crush Saga… aber mit der richtigen Methode prima überschaubar.

Skat lernen mit Heiner und Viktoria LauterbachEs gibt eine ganze Reihe von Methoden zum Skat lernen, sowohl per Stammtisch, Verein, Video als auch per Lauterbach. 😉 Ich schaue allgemein wenn ich etwas lernen möchte, zuerst ein oder mehrere Videos, lese dann Kurzanleitungen mit den grundsätzlichen Regeln, und fange dann sofort an, das Gelernte anzuwenden. In der Phase hole ich mir dann ein gut bewertetes, umfangreiches Handbuch. Darin kann ich beim Training aufkommende Fragen nachblättern. Wer keine Kohle ausgeben will, findet gerade beim Skat unendlich viele gute Quellen im Internet. Wie oben erwähnt, war mein Ausgangspunkt die Übersichtseite zum Skat lernen auf skatweb.de. Auf der Seite gibt es glaube ich, den wohl umfangreichsten Überblick zu Skat-Websites, Strategietipps und und und.

Ich glaube, jetzt kann der Heiner mal rankommen – und die Viktoria auch. Die reizt mich nämlich auch nicht wenig. anzügliches Grinsen

Benjamin könnte töten für zweifingerdicke, gut marmorierte Steaks und rauchige Grillsoßen, alte Amischlitten und einen Platz in der ersten Reihe bei der Bikinitrampolin-WM. Er schreibt bei Men's Choice über alles, was ihm an dieser Männerwelt so gefällt und legt dabei oft den Fokus auf Gadgets und Nerdiges.

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