Unterschied: Jackett, Sakko, Blazer

Jetzt mal Butter bei die Fischer Männer! Wer von Euch weiß auch immer nicht, ob Blazer nur für Frauen sind und man jetzt korrekterweise „Jackett“ oder „Sakko“ sagt? Ich will das jetzt einmal in einer kleinen Definition unterscheiden.

Der vermalledeite Valentinstag steht an (14. Februar – safe the date!). Da müssen wir Männer Monate voraus einen Tisch reservieren, der an jedem anderen Abend leichter zu bekommen wäre, hundert rote Rosen kaufen, mit der Limousine zur Angebeteten und mit dem Hubschrauber wieder zurück und so weiter… und wir müssen ein Jackett anziehen. Oder ’n Sakko? Oder einen schicken Blazer? Na und wer noch keinen hat, der sieht sich bald einer (ihn be)lächelnden Verkäuferin gegenüberstehen, die einen dann auch noch korrigert, wenn man den falschen Begriff verwendet. Damit das nicht geschieht, hier ein kleiner Überblick der unterschiedlichen Bezeichnungen:

Jackett

Ein Jackett ist eine feierliche Jacke, normalerweise aus Baumwolle oder Seide, bei Gelüsten nach rustikalem Uni-Professoren-Stil auch gerne aus Cord oder Tweet mit schützenden Lederapplikationen auf den Ärmeln. Heutzutage sagt man meistens nur dann Jackett zu einer solchen „Anzugjacke“, wenn es im Set mit Hose und eventuell sogar einer Weste verkauft wird. Als Einzelstück sagt man eher Sakko dazu.

Sakko (Sacco)

Der Begriff Sakko (oder Sacco) kommt vom Wort „Sack“, was dem edlen Charakter eigentlich widerspricht. Es ist eine Stoffjacke mit außen aufgesetzter Brusttasche, kurzer Knopfreihe am Bauch (klassisch: 2-5 Knöpfe) und hat eigentlich immer eingenähte Schulterpolster. Witzigerweise wird im englischen Sprachraum zu sportlichen Anzugjacken „Sakko“ gesagt, bzw. Sport Coat. Das hat sich mit der Zeit gewandelt, denn ursprünglich wären sportlichere Varianten als Blazer deklariert worden (auch für den Mann).

Blazer

Blazer ist ein Wort, das man heutzutage fast nur in der Damenoberbekleidung hört. Dabei sind im Grunde alle Sakkos Blazer, wenn sie weniger eckig (hart) geschnitten sind, als klassische Anzugjacken und aus leichterem Stoff gearbeitet wurden. Blazer ist sozusagen eher die Freizeitvariante der Sakkos, eine art schicke Sportjacke und wird wie diese auch nicht mit Hose verkauft, wie das etwa bei Jacketts der Fall wäre.

Frack, Herrenrock, Veston, Paletot and so on

Ihr seht also, dass man als Mann von Welt (oder als Klugscheißer) durchaus unterscheiden kann, ob das Anzugoberteil nun so oder so genannt wird. Mein Tipp ist immer, in einen seriösen Herrenbekleidungsladen zu gehen und sich dort beraten zu lassen, welche Größe und welcher Schnitt einem wohl steht, wie das mit der Ärmellänge und dem passenden Hemd aussehen soll und wie man so ein Jackett pflegt, damit man lange Freude daran hat. Ob man dann in diesem Fachgeschäft auch seine Kohle lässt, bleibt jedem selbst überlassen. Aber eine gute Beratung ist auf jeden Fall Gold wert, wenn man schon durch die Kleidung als Mann von Welt angesehen werden will. Und mal ehrlich: ein gutes Jackett macht aus jedem Kerl einen Mann von Weltklasse. Sogar ’nen Piraten!

Wenn Ihr mehr dazu wissen wollt, empfehle ich Euch die Wikipediaartikel: Sakko, Blazer. Aber im Grunde ist es egal, wie das Ding heißt. Hauptsache, Ihr tragt eines, um der Freundin/Frau ein Gefühl von Respekt und Wertschätzung zu vermitteln und natürlich sollte mit der Tischreservierung alles klappen!

Benjamin könnte töten für zweifingerdicke, gut marmorierte Steaks und rauchige Grillsoßen, alte Amischlitten und einen Platz in der ersten Reihe bei der Bikinitrampolin-WM. Er schreibt bei Men's Choice über alles, was ihm an dieser Männerwelt so gefällt und legt dabei oft den Fokus auf Gadgets und Nerdiges.

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