Facebook kauft WhatsApp für 19 Milliarden US-Dollar

Facebook kauft sich mal schnell WhatsApp, einen der meist genutzten Messenger für Smartphones (iOS, Android, BlackBerry, WindowsPhone) für insgesamt 19 Milliarden U$Dollar. Was hat Mark Zuckerberg vor und was verändert sich für WhatsApp Nutzer?

Die Summe setzt sich aus 12 Milliarden Dollar in Facebook Aktien + 3 Milliarden Dollar in weiteren Wertpapieren für die Gründer und Mitarbeiter + 4 Milliarden Dollar in CASH zusammen. Nach Adam Ries sind das bei mir 19 Milliarden, aber hey – so schreibt Facebook das offiziell in ihrer Pressemitteilung. Bei so einer Summe kommt es auf die ein oder andere Milliarde auch nicht mehr an.

WhatsApp gehört jetzt Facebook

Smartphone Messenger WhatsApp jetzt Teil von Facebook

Aktuell nutzen 450 Millionen Leute den WhatsApp Messenger, davon 70% täglich mindestens einmal. Allein am 31. Dezember 2013 wurden 54 Milliarden Nachrichten über den Service verschickt.

WhatsApp Abo – nicht mehr kostenlos

Bei WhatsApp kann man im mobilen Datennetz oder im WiFi (WLAN) Textnachrichten, Bilder, kurze Sprachaufzeichnungen und Videoclips, sowie den eigenen Standort via Lokalitätenliste oder GPS-Tracking an Einzelpersonen oder Chatgruppen senden. Dafür zahlt man entweder gar nichts oder €0,89 Euro im Jahr. Das hängt davon ab, wann man die App erworben hat. Für das Apple iPhone nämlich hat sie schon immer diesen kleinen Betrag gekostet, während sie für Androidgeräte kostenlos gewesen ist. Apple-Nutzer mussten also blechen und haben sich schwer aufgeregt, freuen sich nun aber, dass sie eine lebenslange Lizenz besitzen und nicht auf Abo-Verlängerungen angewiesen sind. Viele Fragen zum WhatsApp-Abo werden hier auf netzwelt.de geklärt. Dafür gibt es auch weiterhin keine InApp-Ads, also keine störende Werbung in der App.

Was will Facebook mit dem Smartphone Messenger?

Die beiden Erfinder haben früher bei Yahoo! Werbeplätze verkauft und finden das ähnlich doof wie Tyler Durden aus Fight Club:

„Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen Jobs, die wir hassen, kaufen dann Scheiße, die wir nicht brauchen.“

Und so soll es auch unter der Führung von Facebook bleiben. Überhaupt soll sich laut dem neuesten Blogartikel auf whatsapp.com genau so viel ändern: nichts. Nur was die kommerzielle Verwertung der Profildaten und der gesendeten Inhalte aus Text, Bildern, Standorten und so betrifft, wird sich wohl etwas tun. Diese Daten kann Facebook nämlich prima gebrauchen, um Verhaltensmuster bestimmter Zielgruppen auszuwerten.

Wir alle wissen, dass Facebook Nutzer verliert – und zwar vor allem die jüngeren Generationen, die in einigen Jahren Geld verdienen und kaufkräftig werden – und damit interessant für alle Firmen, die über Facebook ihre Produkte und Dienstleistungen an diese neuen Kunden bringen möchten. Diese Nutzer sind jetzt wo? Bei SnapChat, Vine und Instagram. Und eben bei WhatsApp. Instagram gehört seit einem Jahr der blauen Communitykönigin und zwar für nur ca. ein siebzehntel des jetzt gezahlten Preises für WhatsApp.

Schließt Facebook jetzt die Sicherheitslücken von WhatsApp?

Vielleicht kümmern sich jetzt Leute mit mehr Verantwortungsbewusstsein um die App, als bisher. Zwar hat die 2012 aufgekommene Neuigkeit, dass man mit einem kostenlosen Programm namens WhatsApp Sniffer in der Nähe befindliche Handys aushorchen und fremde WhatsApp Chats mitlesen kann nicht wirklich dazu geführt, dass die Nutzerzahlen zurückgehen. Aber auch wenn böse Fremde nicht gerade mit so einem Programm i der Nähe lauern, bekommen andere all unsere Daten.

WhatsApp sendet bekannterweise die gesamte Kommunikation vom Handy übers Internet zu den Entwicklern in die USA, wo alles archiviert wird. Die NSA freut sich bestimmt über die Infos. Wenn auch nicht jeder ein Attentäter ist, so können doch Statistiken über die öffentlichen Meinungen und Insiderinfos über Politik und Wirtschaft computergesteuert verarbeitet werden. Und jetzt haben Hacker oder Programmierer oder wasweißich aus den Niederlanden herausgefunden, dass WhatsApp sogar Gespräche aufzeichnet und an irgendwelche Server in Amerika schickt, wenn die App eigentlich gerade gar nicht benutzt wird.

Ganz gleich, was kommen wird – wir werden davon erfahren, denn die Medien berichten ja über jeden Furz den Facebook vielleicht gleich lassen wird..

Benjamin könnte töten für zweifingerdicke, gut marmorierte Steaks und rauchige Grillsoßen, alte Amischlitten und einen Platz in der ersten Reihe bei der Bikinitrampolin-WM. Er schreibt bei Men's Choice über alles, was ihm an dieser Männerwelt so gefällt und legt dabei oft den Fokus auf Gadgets und Nerdiges.

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