9 Anti-Vergewaltigungs-Gadgets für Frauen

Morgen Männer! Zwar ist noch etwas Zeit für das Wort zum Sonntag, aber trotzdem habe ich heute ein ernstes Thema für Euch. Es geht um sexuellen Missbrauch von Frauen und wie Erfinder Erfindungen erfinden, um sie zu schützen. Ich stelle einige Anti-Vergewaltigungs-Gadgets für Frauen vor. Der Artikel ist NSFW.

Widerhakenkondom Rape-aXe

Widerhakenkondom Rape-aXe

Quelle: antirape.co.za (englisch)

Hat nichts mit einem Deo zu tun: Rape-aXe, ein Kondom, dem die Erfinderin Sonette Ehlers zahlreiche Widerhaken an die Innenseite klebte. Es wird in die Vagina eingeführt und z.B. beim Weggehen getragen. Sollte es zu einer Vergewaltigung kommen, kann ein Mann zwar eindringen, aber das Kondom umschließt sein Geschlechtsteil und „beißt sich daran fest“. Die Schmerzen sollen höllisch sein, was zum sofortigen Abbruch des Übergriffs führen soll. Andere geläufige Bezeichnungen sind Rape-Ex und Killer Tampon.

Kritiker befürchten, dass die betroffenen Täter zu anderen Gewalttaten animiert werden, ja das Opfer sogar töten würden, obwohl sie es „eigentlich nicht vorgehabt hatten“. Ich sehe eine Gefahr bei Vergewaltigungsversuchen durch mehr als einen Täter. Der Verletzte wird wohl nicht mehr viel machen, aber sobald er sozusagen den Stacheldraht durchgeknipst hat, können alle anderen durch die Lücke im Zaun schlüpfen und ihr Unwesen treiben; wütend und rachsüchtig durch die eigentlich sinnvolle Schutzmaßnahme.

Zusätzlich frage ich mich, wie eine Frau, nach dem Anlegen des Rape-aXe Femidoms denkt und fühlt. Erinnert es sie nicht die ganze Nacht daran, dass die Gefahr eines sexuellen Übergriffs besteht? Kann man so überhaupt noch abschalten und befreit tanzen und Spaß haben? Was denkt Ihr? Und was ist, wenn sie einen One Night Stand hat und vergisst, es herauszunehmen? Ist das rechtlich gesehen fahrlässige Körperverletzung und wendet sich am Ende noch gegen die, die eigentlich nur ihre sexuelle Selbstbestimmung wahren wollen?

Rapex Kondom

FemDefence Killer Tampon

FemDefence Killer Tampon

Bild anklicken um es zu vergrößern

Das nächste Schutzprodukt, das ich vorstellen wollte, scheint es nicht mehr zu geben oder nie gegeben zu haben. Die offizielle webseite femdefence.info ist jetzt eine fiese Casual Dating (Frau zum Bumsen finden) Seite. Man müsste einmal analysieren, wer noch alles auf diese Seite verlinkt und dann an alle Infomails schicken, dass das Linkziel inzwischen einen ganz andren Inhalt präsentiert. Doch genug von Robin Hood Gedanken. Ich stelle Euch das Konzept von FemDefence dennoch vor.

Laut Gizmodo ist das patentierte Gadget nur ein Konzept gewesen, das nie in Produktion ging. Die schwedische Erfinderin Anita Ingmarsdotter wollte damit lediglich zum Nachdenken anregen. Gedacht war das kleine Plastiktampon als Abschreckung eines Vergewaltigers. Drückt er mit seinem Ding gegen das Konstrukt, schießt eine spitze Nadel heraus und verletzt ihn da, wo er ganz andere Gefühle erwartet hatte…

Ich kann mir vorstellen, dass es nie produziert worden ist, weil es in der aktuellen Bauweise nicht verhindern kann, dass sich eine Anwenderin damit selbst verletzt. Möglich wäre, dass eine Kappe um den Stachel herum mit herausschießt, da wo Ihr auf dem Foto den kreisrunden Übergang der Frontplatte und des Torsos seht. Löst sich der aufgespießte Vergewaltiger vom Opfer, schiebt sich diese Schutzkappe nach und überdeckt damit die gefährliche Nadel. Die gleiche Technik gibt es bei Einwegspritzen für Diabetiker und Thrombosepatienten bereits seit Jahren, damit sich nach Gebraucht niemand der Spritze verletzen kann.

/edit: Ich habe jetzt Verlinkungen geprüft und angefangen, emails zu sammeln. Doch ein bisschen Robin Hood. Dabei ist mir eine grobe technische Zeichnung von Femdefence Version 5D in die Finger geraten, die genau dieses Schutzkappensystem zeigt, das ich eben angesprochen habe.

FemDefence: technischer Aufbau

FemDefence: technischer Aufbau

Eine ähnliche Erfindung machte im Jahre 2000 der 72jährige Südafrikaner Dr. Jaap Hauman mit seinem „Killer Tampon„. Anders, als das Stacheltampon hatte seine Variante ein kleines Hackebeilchen, das ein Stück des unerwünscht eingedrungenen Penis abhackt. Wie bei den anderen beiden Methoden, bei denen ein in der Vagina befindliches männliches Geschlechtsteil stark verletzt wird, ist das Aidsrisiko zu bedenken, meinen einige. Ich selbst denke, dass das Ejakulat des Vergewaltigers den gleichen Effekt gehabt haben würde, wenn er mit seiner Tat zu einem für ihn befriedigenderen Ende gekommen wäre. Wie Dr. Hauman in einem Interview sagte, sollen derartige Schutzmaßnahmen vor allem aufhorchen lassen und die Menschen über sexuellen Missbrauch und dessen Prävention diskutieren lassen.
Ich glaube, das hat er mit seiner Penisguillotine geschafft.

Anti-Rape Underwear: Stromschläge für Vergewaltiger

Vielleicht habt Ihr von der schockierenden Gruppenvergewaltigung in Neu Delhi Dezember 2012 gehört? Eine 23jährige wurde von 6 Männern vergewaltigt und mit einer Eisenstange zu Tode gefoltert. Der Tathergang wird hier bei wikipedia detailiert beschrieben. Aber Vorsicht: ist nichts für schwache Nerven. Laut der BBC wird in Indien alle 14 Stunden eine Frau vergewaltigt. Offzielle Behörden bestätigten für 2012 allerdings nur einen Fall – den oben genannten.

Antivergewaltigungsunterwäsche

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Daraufhin entwarfen zwei Schülerinnen und ein Schüler, alle drei ebenfalls aus Indien, Damenunterwäsche, die Angreifern bis zu 82 elektrische Stöße mit einer Intensität von 3.800kV (=Kilovolt), was 3,8MV (3.800.000 Volt!) versetzt. Das ist ein Drittel eines Blitzes. Man darf annhemen, dass dann Ruhe herrscht. Gut an der elektrischen Unterwäsche ist, dass sie wiederholt einsatzbereit ist und damit auch bei Gang Rapes (Gruppenvergewaltigungen) Schutz bieten kann. Zusätzlich sendet sie die Position des Opfers an die indische Notrufnummer 100 und an die Eltern bzw eine andere eingespeicherte Nummer. Die GPS Koordinaten können helfen, schnell zum Tatort zu gelangen und weitere Hilfsmaßnahmen einzuleiten.

Erfinder der Antivergewaltigungsunterwäsche

die engagierten Erfinder/innen der Anti-Rape-Underwear

Die Unterwäsche ist waschbar, was der Mithilfe des National Institues of Fashion Technology zu verdanken ist. Der Schocker sitzt zwischen den Brüsten, weil einer Studie zufolge Vergewaltiger meistens dort ihre Drecksgriffel zuerst hinpacken. Ich muss zugeben, dass ich das noch nicht ganz verstehe. Es ist von mehreren Sensoren die Rede, aber dann auch wieder, von diesem zentral gelegenen Punkt in der Mitte der Brust (Quelle). Sollte das wirklich der einzige Schocker sein, wird es trotz der 82 möglichen Stromstöße ein Leichtes, dem Opfer im Zuge einer Gruppenvergewaltigung Leid zuzufügen. Aber der Weg ist der Richtige.

Zwei andere indische Mädchen haben zusammen mit ihrem Dozenten Elektroschocks aussendene Oberteile entwickelt, die nicht erst aktiv werden, wenn das Opfer schon halb nackt ist. Sie haben eine Jeansjacke und eine Kunstfaserweste mit vielen Metallplättchen überzogen, die einen Angreifer mit 110 Volt für ein paar Minuten bewegungsunfähig machen sollen.

Elektroschockkleidung für Frauen

Momentan werden beide Designs für umgerechnet €17 Euro verkauft, was es auch jungen Mädchen mit weniger Geld ermöglicht, diese Schutzwesten zu besitzen. Weitere Designs sollen folgen, damit jeden Tag ein solcher Antivergewaltigungsschutz getragen werden kann, ohne dass Frau modischen restriktionen unterworfen ist. Quelle (englisch)

Moderne Keuschheitsgürtel

Keuschheitsgürtel "the snare"

„the snare“ (zum Vergrößern klicken)

Keuschheitsgürtel wurden schon im 19. Jahrhundert von englischen Dienstmädchen als Schutz vor Vergewaltigungen getragen, sagt Wikipedia. Meist stabile Eisenkonstruktionen verdecken das Geschlechtsteil und verhindern so die Penetration. Der Bildhauer Ira Sherman nahm die Aussagen von Vergewaltigungsopfern über ihre Rachegelüste zum Anlass, moderne Keuschheitsgürtel zu entwerfen, die „sich rächen“.

The Snare

Ein Modell, genannt „The Snare“ quetscht zum Beispiel das männliche Genital mit zwei Eisenstreben zusammen. Mir ist nicht klar, wie angenehm es für die Frau ist, nur wenige Zentimeter von einem tobenden Psychopathen verharren zu müssen, der vor Schmerz wütend schreit und sich nicht von ihr lösen kann. Aber vielleicht darf man die Modelle von Sherman nicht als serientaugliche Antivergewaltigungsvorrichtungen ansehen, sondern als Kunst, die zum Nachdenken anregen soll.

Keuschheitsgürtel The Injector

„the injector“ (zum Vergrößern klicken)

The Injector

Ira Sherman selbst spricht von seinem anderen Modell „The Injector“ von einer Skulptur. The Injector ist ein Keuschheitsgürtel, der gleich zwei Funktionen ausführen können soll. Eine Spritze injiziert dem Angreifer ein starkes Schlafmittel, das in sofort außer Gefecht setzt und eine Düse spritzt ihn mit Farbe voll, um ihn später leichter identifizieren zu können. Beides geschieht im Genitalbereich.

Die Mechanismen dachte sich der kontroverse Künstler angeblich aus, nachdem er 5 Vergewaltigungsopfer dazu befragte, welche Botschaft sie ihren Angreifern gerne mitgegeben hätten. Alle Betroffenen sollen gesagt haben, dass ihnen wichtig wäre, dass Vergewaltiger festgehalten und einwandfrei identifiziert werden können.

Quellen: The Injector (englisch) | The Snare (englisch)

Angel Wings: Abschreckender Alarm

In diversen Onlineshops kann man diese kleinen Flügelchen kaufen. Auf Knopfdruck senden Sie einen ca. 100dB lauten Ton aus, der Angreifer erschrecken und in der nähe befindliche Passenten zur Hilfe rufen soll. Die Flügelchen sind kleiner als ein Handy und kosten nur ca. €7 Euro. Solche Alarme gibt es zahlreiche. Einfach mal nach Selbstschutzalarm oder derartigem Googlen.

 Reizstoffe wie Pfefferspray

Nach wie vor bliebt sind Reizstoffe wie Pfefferspray. Schon die alten Ninja hatten ein Säckchen voll Sägemehl, feinen Metallspänen, Pfeffer, Chili und Sand bei sich, aus dem sie Angreifern eine Hand voll ins Gesicht pusten konnten. Sieht ein Angreifer nichts mehr und hat Schmerzen im Auge, kann man selbst die Flucht ergreifen und Hilfe holen. In Russland dient es als Bärenabwehrmittel.

In Deutschland sind Pfeffersprays mit einem Hinweis gekennzeichet, der sie nur zum Einsatz gegen Tiere zulässig macht. Gegen Menschen dürfen sie nicht angewandt werden. Sogar die Bundeswehr darf im Ausland solche Reizstoffe nicht gegen Menschen einsetzen. (Quelle: wikipedia) In manchen Gemischen ist noch Farbe enthalten, um einen Angreifer zur späteren Identifikation zu markieren.

Pfefferspray Demonstration

Pfefferspray Demonstration (Quelle war www.navy.mil/view_single.asp?id=26547 aber ist nun nicht mehr erreichbar)

Angreifer verletzen – gut/schlecht/legal?

Ich finde die Produkte allesamt gut und hoffe, sie werden weiterentwickelt. Aber ich weiß nicht, ob sie nur positive Effekte erzielen, oder wie oben schon angesprochen, manche Situationen nicht noch weiter eskalieren lassen können. Auch frage ich mich, ob es unter Notwehr fällt, einem Angreifer den Penis zu zerschneiden, oder ob es bereits Selbstjustiz ist. Ich würde mich über Kommentare freuen!

Benjamin könnte töten für zweifingerdicke, gut marmorierte Steaks und rauchige Grillsoßen, alte Amischlitten und einen Platz in der ersten Reihe bei der Bikinitrampolin-WM. Er schreibt bei Men's Choice über alles, was ihm an dieser Männerwelt so gefällt und legt dabei oft den Fokus auf Gadgets und Nerdiges.

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